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Etikette

und Richtiges Verhalten

Höflichkeit, Demut und Respekt sind die Grundlage der Etikette im Kampsport. Sie werden durch den Gruß (Rei) symbolisiert. Ein anständiges, faires Verhalten ebnet den Weg zu mentaler Ruhe und innerer Ausgeglichenheit.

Die Werte des Budo liegen neben dem Erlernen einer Vielzahl von Techniken in eben jener Etikette begründet. Trainierende im Dojo sollten die Grundsätze der Etikette mit Leben erfüllen. Wir sind keine Japaner und wollen nicht alle Rituale ihrer Kultur übernehmen. Aber Selbstbeherrschung, Respekt, Höflichkeit, Anerkennung, (Selbst-) Disziplin und Fairness sind universelle Werte, die jeder Sportler pflegen kann und die gerade im Kampfsport zur Sicherheit in Training und Wettkampf beitragen.

Kleiderordnung

 

Körperhygiene

 

Betreten des Dojo oder der Matte

 

Angrüßen vor und nach dem Training

 

Verneigen zum Lehrer (Meister oder Sensei): „Sensei ni rei“

 

Verneigen zum Partner  „Otogai ni rei“

 

Verhalten auf der Matte

 

Der Budoka beweist Loyalität gegenüber Meister, Dojo, Trainingskollegen, Verein und Verband.
Budo ist mehr als Sport!

Es ist ein Weg der Selbstvervollkommnung. Körperliche Fähigkeiten werden gemeinsam mit geistiger und charakterlicher Vervollkommnung betrachtet. Budo-Sportler zeichnen sich aus durch Selbstdisziplin und Willensstärke, verbunden mit Höflichkeit und Bescheidenheit.

 

Und hier noch die “7 Goldenen Regeln der Samurai”

Ehre und Gerechtigkeit Gi
Verhalte Dich ehrenhaft bei all Deinen Begegnungen mit anderen Menschen. Glaube an die Gerechtigkeit, nicht an die von anderen, aber an Deine eigene. Für den wahren Samurai gibt es keinerlei Graustufen in Fragen der Ehre und der Gerechtigkeit. Es gibt lediglich richtig oder falsch.

Zuvorkommende Höflichkeit Rei
Die Samurai haben keinen Grund grausam zu sein. Sie müssen ihre Stärke nicht beweisen. Ein Samurai ist höflich, selbst zu seinen Feinden. Ohne diese äußerliche Respekterweisung sind wir nicht mehr als Tiere. Ein Samurai wird nicht nur für seine Kampfkraft respektiert, sondern auch für seinen Umgang mit anderen Menschen. Die wahre Stärke eines Samurai offenbart sich in schwierigen Zeiten.

Heldenhafte Tapferkeit Yu
Erhebe Dich aus der Masse der Leute, die Angst davor haben, Handlungen auszuführen. Sich wie eine Schildkröte in seinem Panzer zu verstecken, heißt, überhaupt nicht zu leben. Ein Samurai muss heldenhafte Tapferkeit besitzen. Dieses Dasein ist äußerst riskant, es ist gefährlich. Es beinhaltet, das Leben voll und ganz, ja wundervoll zu leben. Heldenhafte Tapferkeit ist nicht blind. Sie ist intelligent und stark.

Ehre Meiyo
Ein wahrer Samurai besitzt nur einen Richter über seine Ehre und das ist er selbst. Die Entscheidung, die Du triffst, und wie diese Entscheidungen durchgesetzt werden, spiegeln dein wahres Ich wieder. Du kannst Dich nicht vor Dir selbst verstecken.

Mitgefühl Jin
Durch intensives Training wird der Samurai schnell und stark. Er ist nicht wie andere Männer. Er entwickelt eine Kraft, die für das Wohl aller eingesetzt werden muss. Er besitzt Mitgefühl, er hilft seinen Mitmenschen bei jeder Gelegenheit. Wenn sich keine Gelegenheit ergibt, tut er alles um eine zu finden.

Völlige Aufrichtigkeit Makoto
Wenn ein Samurai gesagt hat, er werde eine Handlung ausführen, kann man sie als erledigt betrachten. Nichts wird ihn davon abhalten das Gesagte zu vollenden, er muss dafür nicht „Sein Wort geben“. Er muss nichts „Versprechen“. Sagen und Ausführen sind dieselbe Handlung.

Pflicht und Loyalität Chu
Für den Samurai bedeutet, wenn er „Etwas“ gemacht oder „Etwas“ gesagt hat, dass er dieses „Etwas“ besitzt, ist er dafür verantwortlich, sowie für alle daraus folgenden Konsequenzen. Ein Samurai ist loyal zu denen, um die er sich sorgt. Er bleibt denen, für die er verantwortlich ist, absolut treu.